Avanti
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Der Avanti wird zum Liebhaber-Fahrzeug |
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dem Aus des Studebaker Avanti kauften die beiden Studebaker-Händler
Nate Altman und Leo Newman kurzerhand alles, was Studebaker
noch an Avanti-Resten hatte: Teile vor allem, aber auch
Werkzeug, Formen, sogar den Namen. Dass Kunststoff-Karosserien
relativ mühelos zu bauen sind, kam ihnen dabei zugute:
Ein Avanti konnte von einem guten Mechaniker-Team in relativ
kurzer Zeit montiert werden. Und so feierte die aufregende
Loewy-Kreation schon 1965 Wiederauferstehung. |
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Da es
keine Studebaker-Motoren mehr gab, kam jetzt das 327-cu.inch
(5.4 Liter) oder wahlweise das 350 cu.inch (5,7 Liter)
Triebwerk der Corvette zum Einsatz, das leichter, aber
höher als der ursprüngliche Motor war. Die Folge:
Das Fahrverhalten des Autos verbesserte sich, das Aussehen
leider nicht; die grössere Bauhöhe machte eine
höhere Front nötig. Den Kunden störte das
nicht. Ihm erschlossen sich plötzlich neue Möglichkeiten:
Die kleine "Avanti Motor Corporation" war natürlich
wesentlich flexibler als der Grosskonzern Studebaker,
und so konnte sich der Käufer seinen Avanti II (so
die neue Bezeichnung) individuell zusammenbauen lassen.
Er bekam also wirklich ein "custombuilt car",
ein Auto nach Kundenwunsch. |
Gemessen
an den Grossserien-Produkten wurde der Avanti II natürlich
in lächerlich geringen Stückzahlen verkauft
- aber der kleinen Firma reichte es, um Gewinne zu machen.
Die Produktion stieg kontinuierlich: 1976 wurden erstmalig
mehr als 150 Autos verkauft! Trotzdem war es ein schlechtes
Jahr, denn Nate Altman starb - und mit ihm ging auch der
hohe Qualitäts-Standard verloren, der jeden Avanti
II bis dahin ausgezeichnet hatte. Dazu kamen staatlich
verordnete Crash-Tests und Abgas-Normen, Dinge also, die
den Preis wachsen und die Leistung schrumpfen liessen.
1980 waren mehr als 20.000 Dollar für einen Avanti
hinzublättern. Wieder drohte das Ende der Produktion.
weiter zum Avanti '84
Quelle: Markt für klassische Automobile
Mai 1987 |
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